Kann Theaters "open world" sein, wie manche VR-Spiele? Wie scripten wir Entscheidungsbäume? Wie können Aufführungen auf die digitale Herausforderung reagieren? Künstliche Intelligenz wird in Science-Fiction-Werken oft als etwas Fremdes dargestellt, das unsere Spezies bedroht. Dabei wurde sie von Menschen erfunden. Seit seinen Anfängen versucht das Theater, menschliche Emotionen zu antizipieren und Werkzeuge zu entwickeln, um sie wie Algorithmen zu manipulieren. Der Einsatz von Illusionstechnologien im Theater datiert weit über die Erfindung der ersten Computer zurück. Neu an dieser Beziehung ist die Art und Weise, wie KI die Zuschauer:innen in interaktiven Skripten anspricht – angeblich zugeschnitten auf hochgradig individualisierte Zielgruppen. Dieser Workshop versucht zu verstehen, wie Low-Tech-Algorithmen in einfachen Spielstrukturen, Audiotouren und anderen Formen immersiver Performances programmiert und produktiv eingesetzt werden können. Der Workshop richtet sich an Künstler:innen, Dramaturg:innen, Regisseur:innen, Szenograf:innen, Programmierer:innen und Konzeptkünstler:innen, eher als an Schauspieler:innen.

Mehr Infos

Der Roman 'All right. Good night.' von Helgard Haug ist zu unserer großen Freude gerade druckfrisch auf Hebräisch bei Ruth Books erschienen!